SPÖ Kärnten ist Kaiser - Peter Kaiser
Peter Kaiser wurde mit 78,4 Prozent beim Parteitag als Nachfolger Reinhart Rohr als Landesparteichef der Kärntner SPÖ gewählt.
Die Kärntner SPÖ hat am Samstag bei ihrem Landesparteitag in Klagenfurt Landesrat Peter Kaiser zum Nachfolger von Reinhart Rohr als Parteivorsitzenden gewählt. Kaisers Sieg gegen die Mitbewerber Herwig Seiser und Leopold Sever fiel mit 78,4 Prozent überraschend deutlich aus.
Seiser erreichte mit einer "kantigeren SPÖ" 17,9 %, der "unbeschadete" Sever konnte 3,7 % erringen - Gerhard Köfer konnte die für die kandidatur notwendige 2/3 Mehrheit nicht erreichten.
Kaiser überzeugte dabei mit seinem Fünf-Punkte-Programm offenbar am meisten. Er will der Partei Orientierung geben, mehr Platz für "Junge und Frauen" schaffen. Er sprach sich gegen Fundamentalopposition aus, will die SPÖ aber "deutlich unterscheidbar" machen.
Kaiser bedankte sich nach der Wahl für das eindeutige Votum und gab sich kämpferisch: "Diese Partei ist handlungsfähig und handlungswillig." Indirekt ging er auch auf die Turbulenzen der vergangenen Monate und Jahre ein, als er sagte: "Jeder Angriff auf den Parteivorsitzenden oder einen Spitzenrepräsentanten ist ein Angriff auf die Partei, und das werden wir nicht zulassen.(Quelle: APA)
RedGeorge wünscht dem neuen Landesparteivorsitzenden und der SPÖ Kärnten für die laufende Legislaturperiode "Kaiserwetter"
Nach mehr als 20 Jahren in der Kärntner Spitzenpolitik ist der Klagenfurter Peter Kaiser am Samstag an der Spitze angelangt. Der 51-jährige wurde am Landesparteitag an die Spitze der Kärntner SPÖ gewählt. Er folgt damit Reinhart Rohr nach, der die Partei seit Sommer 2008 geführt hatte. Kaiser schaffte trotz zweier Gegenkandidaten gut 78 Prozent.
Peter Kaiser wurde am 4. Dezember 1958 in Klagenfurt geboren. Nach der Matura 1977 war er Vertragsbediensteter des Landes Kärnten. In die Politik kam Kaiser über die Sozialistische Jugend. Er zog bereits 1989 erstmals in das Landesparlament ein, wo er eine Periode als Jugendsprecher fungierte. 1996 war er SPÖ-Spitzenkandidat für die Europawahl, seit 2001 ist er wieder Landtagsabgeordneter, im Oktober 2005 wurde er Klubobmann.
Im Juli 2008 stieg Kaiser nach dem überraschenden Rückzug von Gaby Schaunig aus der Politik zum Landesrat auf. Kaiser ist Vater eines Sohnes, er lebt in einer Partnerschaft und ist leidenschaftlicher Marathonläufer. Kaiser, der von 1978 bis 1987 als Landesbediensteter beschäftigt war, ist im Brotberuf Geschäftsführer des Jugendherbergsverbandes Kärnten. 1988 spondierte er zum Magister der Philosophie, 1993 promovierte er zum Doktor, Thema seiner Dissertation: "Universität und Religion". (APA)